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LoRa/LoRaWAN

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Der Kommunikationsstandard LoRa (Long Range) ist die Antwort auf die Bedürfnisse der modernen Welt des Internets der Dinge (IoT) und damit verbundener Anwendungen wie Smart City oder industrielle Telemetrie. Dank einer speziellen Signalmodulation und der Verwendung empfindlicher Empfänger, die für sehr schwache Funksignale optimiert sind, können mit LoRa-Transceivern ausgestattete Geräte über erstaunlich große Entfernungen miteinander kommunizieren - sogar bis zu 15 km in offenem Gelände, obwohl einige Experimente gezeigt haben, dass diese Reichweite unter günstigen Bedingungen noch viel größer sein kann.

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Der Vorteil von LoRa ist der extrem niedrige Stromverbrauch, der es ermöglicht, batterie- oder akkubetriebene Geräte über viele Jahre hinweg ohne Unterbrechung zu betreiben. Dies liegt daran, dass die Datenübertragung in kleinen Paketen erfolgt, die relativ selten gesendet werden, was es von "stromfressenden" Standards wie GSM/LTE oder WiFi unterscheidet. Darüber hinaus wurde LoRa auch als Grundlage für das Netzwerkprotokoll LoRaWAN verwendet, das es ermöglicht, Endgeräte (z.B. entfernte Sensoren) über spezielle Hubs (Gateways) mit dem Internet zu verbinden.

LoRa-Module im Botland-Shop

In unserem Angebot finden Sie Dutzende von Modulen und Geräten, die mit dem LoRa-Standard kompatibel sind und sowohl den Aufbau eines eigenen IoT-Netzwerks als auch den Zugriff auf die bestehende LoRaWAN-Infrastruktur ermöglichen. Eine gute Wahl für den Anfang wäre eines der Kommunikationsmodule, mit dem Sie schnell Ihre eigenen Konzepte prototypisieren können - wie das Arduino-kompatible Feather M0 +433MHz RFM96 Modul oder der Feather 32u4 RFM95 Funksender.

Für diejenigen, die sich professionell mit der Implementierung von IoT-Technologien beschäftigen, haben wir zum Beispiel die RG186 Netzwerk-Gateways, die im 868-MHz-Band arbeiten, die LoraWAN-Fernsensoren für Temperatur und Feuchtigkeit von Laird Connectivity oder die hochmodernen SenseCAP S2105 Sensoren für elektrische Leitfähigkeit, Temperatur und Bodenfeuchtigkeit.

FAQ

Häufig gestellte Fragen / FAQ

Viele verwechseln LoRa und LoRaWAN; dabei erfüllen sie unterschiedliche Aufgaben. LoRa beschreibt die Funktechnik selbst. Sie regelt, wie Daten über große Distanzen bei sehr geringer Sendeleistung übertragen werden. Typisch sind kleine Datenpakete, lange Batterielaufzeiten und stabile Verbindungen auch bei schwachen Signalen. LoRaWAN hingegen ist das darüberliegende Netzwerkprotokoll. Es definiert, wie Endgeräte mit Gateways kommunizieren, wie Daten verschlüsselt werden und wie sie in Cloud-Systeme gelangen. Während LoRa die physikalische Übertragung übernimmt, organisiert LoRaWAN die Struktur des gesamten Netzwerks. Für einfache Punkt-zu-Punkt-Verbindungen reicht LoRa. Für skalierbare IoT-Infrastrukturen mit vielen Sensoren ist LoRaWAN die passende Grundlage.

Die Reichweite von LoRa-Modulen hängt stark von der Umgebung, der Antenne und dem Frequenzband ab. In freiem Gelände sind Distanzen von mehreren Kilometern realistisch, unter günstigen Bedingungen sogar bis zu 15 km. In Städten reduziert sich die Reichweite deutlich durch Gebäude, Metallkonstruktionen und andere Funkquellen.

Entscheidend sind zudem:

  • eingesetztes Frequenzband wie 433 MHz oder 868 MHz
  • Qualität und Position der Antenne
  • Sendeleistung und Empfindlichkeit des Empfängers

Im Innenbereich sind einige hundert Meter üblich. Für Industriehallen oder landwirtschaftliche Flächen bieten LoRa-Module eine stabile Verbindung bei geringem Energieverbrauch. Wichtig ist eine saubere Planung des Funknetzes statt allein auf Maximalwerte zu setzen.

Für die direkte Kommunikation zwischen zwei Geräten genügt LoRa ohne zusätzliche Infrastruktur. Sobald Sensordaten jedoch in eine Cloud-Plattform oder in ein zentrales Dashboard übertragen werden sollen, ist ein Gateway erforderlich. Das Gateway empfängt die Funksignale der Endgeräte und leitet sie über Ethernet, WLAN oder Mobilfunk weiter. In einem LoRaWAN-Netz können mehrere Gateways parallel arbeiten und große Flächen abdecken. Für kleine Testaufbauten reicht oft ein einzelnes Gateway aus. Bei professionellen Installationen mit vielen Sensoren sorgt eine durchdachte Platzierung für eine stabile Datenübertragung und geringe Paketverluste.

Wenn Sensoren jahrelang mit einer Batterie betrieben werden sollen, führt kaum ein Weg an LoRa-Modulen vorbei. Die Technik eignet sich besonders für Anwendungen mit kleinen, periodisch gesendeten Datenmengen. Typische Einsatzbereiche sind Smart City, Umweltmessungen und industrielle Telemetrie. Auch in der Landwirtschaft kommen LoRaWAN-Strukturen für Bodenfeuchte, Wetterstationen oder Füllstandsensoren zum Einsatz. In Gebäuden werden Temperatur, CO2 oder Wasserlecks überwacht.